Gschichtn ausm Lucky Stadl

Wo alles began..
Für Federvieh bekannt ist der Ort, in dem sich der Lucky- Stadl befindet seit jeher.
Meine 2011 verstorbene Oma Hermine hatte schon immer Hühner, deren Eier sie vor allem für Ihre bei Kennern beliebten Cremetorten oder Schwarzwälder benötigt hatte und die beim Backofenfest der Feuerwehr, runden Geburtstagen oder Hochzeiten reißenden Absatz fanden. Hermine und ihre Hühner- diese Kombination ist für viele Menschen in der Region auch heute noch eine unzertrennliche Einheit. Erst neulich meinte eine Freundin, die gelegentlich zu Besuch kommt: „Obwohl deine Oma und viele andere der älteren Generation im Dorfzentrum jetzt nicht mehr da sind, die Hühner sind trotzdem geblieben. Das ist fast wie zu meiner Kindheit.“ Auch ich erinnere mich noch an meine seit mittlerweile 20- 25 Jahren vergangene Lausbubenzeit. Unvergessen, wie mein Cousin und ich meine Oma immer in den Hühnerstall eingesperrt haben, wenn Sie gerade dabei war, die Eier abzunehmen. Einmal verpasste sie deshalb sogar den Abendgottesdienst.
Mein Cousin, mein Opa und ich saßen vor dem Fernseher und waren total in „Wicki und die starken Männer“ vertieft, während sie vergeblich nach Hilfe schrie und erst nach zweieinhalb Stunden von einer Nachbarin befreit wurde.

Nach Ihrem Tod übernahm ihr Sohn Lucky das Gehöft und der 58- Jährige kümmert sich seitdem neben seinen Hasen auch um das Federvieh.

Am 11. 07. 2013, fast genau zwei Tage nach dem Todestag von Oma Hermine, schlüpften die ersten Küken am Utner- Hof. Der stolzen Mutter „Ilona“, ein zweijähriger Grünleger, ist die Erschöpfung nach 21- tägiger Brutzeit deutlich anzumerken. Dennoch hatte sie immer noch genug Power, um Eindringlinge mit ihrem aufgeplusterten Gefieder und dem spitzen Schnabel wirkungsvoll abzuwehren. Mittlerweile tummeln sich insgesamt 11 kleine Küken auf dem Hof, weitere sind dank Gockel Hans Hermann bereits in Arbeit…